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Alpwanderung auf die Alp Prà San Flurin

Am Wochenende vom 7./8. August fand die diesjährige Alpwanderung der Bündner Jungzüchter statt. Diesmal ging’s ins Unterengadin auf die Alp der Sentner Bauern.

Gianna M. Peer 

Die Alp Prà San Flurin liegt auf 2031 m.ü.M in einem Seitental der Val Sinestra. Die Bauern aus Sent haben die Möglichkeit ihre Kühe dort, oder auf eine zweite Alp, die Alp Spadla, zu sömmern. Im Gegensatz zur Alp Spadla, wo die Milch per Pipeline in die Käserei nach Sent gelangt, wird auf Prà San Flurin Käse und Butter hergestellt.

Der ursprüngliche Plan, von einer Alp zur anderen zu wandern, war schneebedingt nicht möglich! So wurden wir auf die Alp Prà San Flurin hochgefahren. Bei Käse, Wein und Brot erklärte uns der Alpmeister Jon Pua was es heisst, einen Alpbetrieb aufrecht zu erhalten und erfolgreich zu führen, natürlich immer mit dem Ziel, gute Produkte herzustellen. Um dies zu erreichen, seien der Zusammenhalt der Bauern, die Erhaltung von Traditionen und ein gut funktionierendes Management 3 unerlässliche Faktoren.

Eine Alp erhalten heisst Geld investieren! So mussten auch an der Sennerei in den letzten Jahren verschiedene Veränderungen vorgenommen werden, um den Anforderungen der Lebensmittelsicherheit gerecht zu werden. Die Milch der gut 70 Kühe durchläuft nun vom Käsekessel bis in den Käsekeller eine reibungslose Verarbeitung.
Naturereignisse wie Lawinen, die vor ein paar Jahren keinen besseren Weg fanden, als gerade den Kuhstall zu räumen, lassen den Sentner Bauern zusätzlich graue Haare wachsen und sind immer mit weiteren Kosten, Investitionen und Diskussionen verbunden.

Nachdem wir noch die Kühe betrachten konnten, ging’s über Stock und Stein talabwärts Richtung Sent. Wir mussten den Bach auf zwei in eindrücklicher Weise gebaute Hängebrücken überqueren – für einige ein Erlebnis, anderen wäre festen Boden unter den Füssen lieber gewesen.

Die Familie Noggler betreibt seit diesem Sommer Agrotourismus und bietet „Schlafen im Stroh“ an. Bei ihnen war für das gastronomische Wohl gesorgt, so dass wir den Abend auf ihrem Hof gemütlich ausklingen lassen konnten.

Der Hahn hatte mit einer solchen Art Gäste wie wir bis anhin kaum zu tun gehabt, und musste ganze Arbeit leisten, um uns am Morgen wieder aus dem Stroh zu holen. Ein gutes Morgenessen stand nämlich schon bereit. Damit war unsere Alpwanderung auch schon wieder zu Ende und in verschiedene Richtungen ging’s wieder ab nach Hause.

Ein spezielles Dankeschön geht an Jon Pua für die Erläuterungen zur Alp und Umgebung, der Familie Luppi  für den Transport und der Familie Noggler für die herzliche Gastfreundschaft. Die Alpwanderung wird uns sicher in guter Erinnerung bleiben!

 
 
 
 
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